MischkollagenoseFenster schließen

Die Mischkollagenose wurde erstmals 1972 von Sharp als eigenständiges Krankheitsbild beschrieben. Sie wird auch Sharp Syndrom und MCTD (Mixed Connective Tissue Disease) genannt. Es handelt sich dabei um klinische überlappende Bilder von SLE (Lupus erythematodes), Sklerodermie und Polymyositis (beides Kollagenosen).

Sie werden von einem Spektrum charakteristischer serologischer Befunde begleitet. Bei 100 Prozent der Patienten findet man antinukleäre Antikörper (ANA) gegen Ribonucleo-protein (nRNP), einen Bestandteil der Zelle. Verlauf und Prognose des MTCD sind günstig, da das zentrale Nerven- system und die Nieren nur selten betroffen sind.

< Meist ist das erste Symptom bei MTCD ein ausgeprägtes Raynaud-Phänomen (kälteinduzierte schmerzhafte Blau-Weiß-Färbung der Finger durch heftigen Gefässkrampf). Oft haben die Patienten Gelenk- und Muskelschmerzen, geschwollene Hände und Füße und vergrößerte Lymphknoten. Bei rund zwei Drittel wird im Verlauf der Erkrankung die Lunge befallen. Eine Behandlung mit niedrig dosierten Kortikosteroiden reicht meist aus, um die Krankheit im Schach zu halten.